Leistung eines Interimsmanagers

Wer soll der Geschäftsführer der russischen Gesellschaft werden? Diese zentrale Frage stellt sich regelmäßig beim Markteintritt nach Russland. Denn die Übernahme der Generaldirektorfunktion der russischen Tochtergesellschaft ist nicht nur mit der Frage verbunden „Wer kann die Arbeit vor Ort am besten machen?“, sondern auch mit den Fragen „Wem vertrauen wir in Russland die Kontrolle über unsere Gesellschaft und die damit zusammenhängenden Bankkonten an?“ Vor allem am Anfang der Geschäftstätigkeit in Russland geht es zu einem großen Teil um die zeitintensive und landestypische bürokratisch-administrativen Organisation, sowie um die Kontrolle der Finanzen. Dieses kann in der Regel nicht von Deutschland aus erfolgen, sondern erfordert einen Geschäftsführer vor Ort. Welche Möglichkeiten gibt es, dieses zu organisieren?

Erste Möglichkeit:

Man stellt einen russischen Staatsbürger – z.B. einen langjährigen und vertrauensvollen Geschäftspartner – als Geschäftsführer in Russland ein. Idealerweise besitzt er bereits Erfahrung als Geschäftsführer einer russischen GmbH und natürlich eine weiße Weste. Seien Sie sich bewusst, dass sie diesem Geschäftsführer vollkommen vertrauen müssen, denn er wird über die Firma als Ganzes inklusive seiner Bankkonten verfügen können. In der Praxis treffen wir leider regelmäßig auch auf Missbrauch in diesem Bereich, so dass wir unseren Mandanten empfehlen, sich so gut wie möglich abzusichern. Der Dienst eines Interimsmanagers kann solch eine Absicherung sein.

Zweite Möglichkeit:

Man stellt einen deutschen Mitarbeiter des Stammhauses als sogenannten hochqualifizierten Spezialisten (Hyperlink neuer Tab zum neuen Art.) (HQS) ein. Da es sich bei diesem Mitarbeiter in Russland um einen Ausländer handelt und dieser, um in Russland arbeiten zu können, erst eine Arbeitserlaubnis erhalten muss, kann dieser nicht schon bei der Unternehmensgründung als Geschäftsführer eingesetzte werden. Erst muss die russische GmbH gegründet werden, damit sie diesen ausländischen Mitarbeiter offiziell nach Russland einladen kann. Auf dieser Grundlage werden dann Arbeitserlaubnis und Arbeitsvisum für den deutschen Geschäftsführer der russischen GmbH beantragt und ausgestellt. Für die Zeit von der Gründung bis zur Ausstellung des Arbeitsvisums für den ausländischen Geschäftsführer, muss ein Interimsmanager die Geschäftsführerfunktion übernehmen.
Ein weiterer Punkt, den es im Hinblick auf die Anstellung eines HQS zu bedenken gibt, ist sein Mindestgehalt. Laut Gesetz muss ein ausländischer Mitarbeiter mindestens 167.000 RUB brutto pro Monat verdienen, um als HQS zu gelten.

Dritte Möglichkeit:

Man stellt einen Interimsmanager als Geschäftsführer ein. Dadurch kann man sowohl die Kontrolle über die russische Gesellschaft behalten, als auch die Übergangszeit, bis zur Erteilung eines Arbeitsvisums für einen hochqualifizierten Spezialisten überbrücken. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Interimsmanager dauerhaft als zweiten Geschäftsführer der russischen Gesellschaft zu installieren. Dieses Vier-Augen-Prinzip schafft nicht nur eine zweite Kontrollinstanz auf allen Ebenen, inkl. Bank, sondern entlastet den eigentlichen Geschäftsführer auch von einem Großteil der bürokratisch-administrativen Arbeit. Weitere Vorteile dieser Lösung mit Interimsmanager sind, dass in Russland immer ein zweiter Geschäftsführer präsent ist. Auch wenn der erste Geschäftsführer nicht durchgängig in Russland sein oder selbst für den Fall, dass er kurzfristig ausfallen sollte, haben Sie so immer einen Interimsmanager, welcher als ihr zweiter Geschäftsführer in Moskau präsent ist.

Kontakt

Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot für Interimsmanagment.

Ihr Ansprechpartner ist deutscher Rechtsanwalt Juri Semiletopulo (Deutsch, Englisch, Russisch). Kontaktieren Sie uns einfach direkt per Email oder telefonisch.

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