ARBEITSERLAUBNIS
UND VISA FÜR RUSSLAND

Ohne eine Arbeitserlaubnis darf ein ausländischer Mitarbeiter
nicht eingestellt werden

Ablauf der Erteilung einer Arbeitserlaubnis in Russland

WICHTIG: Ein ausländischer Mitarbeiter benötigt eine Arbeitserlaubnis um für Ihre Niederlassung tätig werden. Er darf auch nicht als Generaldirektor in das einheitliche Staatliche Register eingetragen werden. Auch dann nicht, wenn die OOO nicht aktiv ist. Die Strafe dafür könnte bis zur EUR 13.000 betragen.

Allgemeines

Im Jahr 2010 wurde in der Gesetzgebung Russlands ein neuer Fachbegriff – „Hochqualifizierter Spezialist“ („HQS“) eingeführt. Darunter fallen ausländische Arbeitnehmer mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung, die mindestens ein Jahresgehalt von 2.000.000 RUB erhalten. Das Gehalt muss über die russische Niederlassung in Russland auf das russische Konto des Mitarbeiters überwiesen werden und kann nicht außerhalb Russlands gezahlt werden.

Grundsätzlich besteht das Verfahren zur Beantragung der HQS-Arbeitserlaubnis aus folgenden Schritten:

  • Beantragung der Einladung und individuellen Arbeitserlaubnis für HQS („Arbeitserlaubnis“)
  • Regelmäßige Benachrichtigung der Migrationsbehörde („FMS„) und anderen Behörden.

Erforderliche Unterlagen und Informationen

Es werden folgende Unterlagen für die Vorbereitung des Verfahrens benötigt:

  • Original Arbeitsvertrag mit Gehaltsangabe
  • Urkunde über die Registrierung im Einheitlichen Staatsregister der juristischen Personen
  • Handelsregisterauszug
  • Informationsbrief des Statistikamtes
  • Adresse und Telefonnummer der Gesellschaft
  • Passkopie des Geschäftsführers in Russland
  • Passkopie des HQS-Mitarbeiters
  • Foto des HQS-Mitarbeiters, farbig, Scan, Auflösung mind. 300 dpi
  • Kopie des Diploms

 

  • Voraussichtliches Einreisedatum
  • Staatsangehörigkeit(en)
  • Wohnort außerhalb Russlands
  • Meldeadresse und Telefonnummer in Russland
  • Land und Stadt des Visumserhalts außerhalb Russlands.

Berichterstattung

Die Behörden müssen schriftlich über folgende Tatsachen informiert werden:

  • Rechtmäßige faktische Auszahlung des Gehaltes an den HQS-Arbeitnehmer – quartalsweise;
  • Aufhebung des Arbeitsvertrages oder zivilrechtlichen Dienstleistungsvertrages mit dem HQS;
  • Innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Arbeitserlaubnis ist die Migrationsbehörde über die Anmeldung des HQS bei der Steuerbehörde zu informieren.

Erforderlichen Unterlagen und Angaben für Familienmitglieder

  • Einfache Passkopien der Familienmitglieder
  • Foto der Familienmitglieder, farbig, Scan Auflösung mind. 300 dpi
  • Heiratsurkunde mit Apostille
  • Geburtsurkunden der Kinder mit Apostille.